Sonntag, 28. Juli 2024

18. - 21. Juli 2024 SOAWC in Belgien - wir waren dabei!

 100 Punkte geschafft. 2 V1 geschafft. Starterumfeld hat zahlenmäßig dann leider "nur" für die Reserve gereicht. Aber Myway und ich waren somit Teil des Teams. 

Ob wir fahren können, blieb bis zum Schluss leider dramatisch. Maggie hatte kurz vorher einen Schlaganfall und lag auf der Intensiv im Koma. Wir haben gezittert, gebetet und Kerzen angezündet. Und kurz vor meiner geplanten Abfahrt ging es ihr dann soweit gut, dass ich fahren wollte. 

Das Nano-Mobil war natürlich vorbereitet und am Mittwoch, 17. Juli, packte ich die letzten Sachen und Myway in den Bus und wir starteten nach Belgien. Bissi nervös war ich schon, der bis dato längste Aufenthalt im Nano-Camper und alles auf unbekanntem Terrain. Das ganze begann mit schlampiger Navigation die mich irgendwo ins Nirwana führte. In der WhatsApp-Gruppe mal kurz nach Hilfe gefragt und schon bekam ich einen Link zum Ziel. Ich fand den vorgeschlagenen Weg nicht so vertrauenerweckend und folgte erst mal irgend einem Womo, in der Hoffnung, der wolle auch zur WM. Fehlanzeige. Nach diesem kurzen Umweg erreichte ich dann doch noch das Ziel - eine große Wiese, die eher für Offroader geeignet war als für meinen Toyota mit wenig Bodenfreiheit. Seeeeehr langsam folgte ich meinem Fahrradscout über die holprige Piste und erreichte die deutsche Enklave. Passenderweise stand ich mitten in der Hessenburg, mit der Partymeile sprich Pavillon mittenmang. 

Kurze Begrüßung und dann wollte ich erst mal aufbauen und ankommen. Nächstes Dilemma: meine Stecker passten nicht in den Stromanschluss. Weder die Schukos noch die Campingstecker. Doch wieder heimfahren? Wer mich kennt, weiß, dass diese Überlegung tatsächlich durch mein frustgebeuteltes Köpfchen schoss ... Aber dann bekam ich von Joachim einen Adapter und hörte das zufriedene Brummen meiner Kühlbox. Ja, das Radler war kalt ;-) 

Der Aufbau des Heckzeltes war erst mal mühsam, bis ich sortiert hatte, welcher Teil über die Heckklappe kommt. Mittlerweile habe ich das beschriftet und hoffe, nächstes Mal klappt das schon besser. Nach dem zweiten Radler stand dann auch der Pavillon, das Vorzeltregal, die Hundebox, Tisch und Stuhl und sogar der Zaun. Was genau ist jetzt am Aufbau beim Wohnwagen mühsamer? Also außer an- und abkoppeln und natürlich der Fahrerei. (Wobei ich auf dieser Piste definitiv aufgesetzt hätte ...)

Mit dem Sheltie ging ich dann mal auf Erkundung und auf Toilette. Die Halle war riesig, draußen ein Mega-Springplatz für Pferde, große Warmblüter, die in dem ganzen Hundetrubel äußerst gelassen blieben. 

Zurück am Platz erst mal chillen. Dann grillen. Stimmt, parallel lief ja in Bad Orb die Run and Chill. Gerannt bin ich zwar nicht, aber die Strecke zum Wasseranschluss, zur Toilette und insbesondere in die Halle zog sich ganz schön. 

Am nächsten Tag VetCheck. Auch für die Reserve. My fand das eher unpassend. Und abends dann die feierliche Opening Ceremony. Team Germany rannte in die Halle statt zu marschieren. Also doch Run - und später dann Chill and Grill. 

Die Tage verflogen nur so. Nix mit ausschlafen, ich war schon morgens in der Halle und hab geknipst. Meist war Myway dabei. Für ihn war es sicher besser, dass er in dem Trubel nicht starten musste, obwohl er ja mittlerweile schon ziemlich cool ist. Aber das deutsche Team war so gut und so schnell, die sind auch völlig ohne uns Weltmeister geworden. 

Samstag vor dem Lauf der Small Germany dann plötzlich Tornadowarnung. Also zurück im Galopp und den Pavillon abgebaut und alles so weit wie möglich gesichert. Es windete und donnerte und blitzte und ich überlegte, ob ich das Heckzelt auch noch abbauen sollte, um einen Faradayschen Käfig zu haben. Beschloss aber, erst mal zu warten. Richtige Entscheidung. Das Gewitter verzog sich und wir grillten und feierten das (Über)Leben. 

Sonntag dann die letzten Läufe und Erfolge für Team Germany. Nach der feierlichen Closing Ceremony warfen wir zum Abwechslung mal den Grill an und feierten. 

Aus dem geplanten Frühstück am Montag morgen wurde nichts, weil der Strom schon weg war, ohne Ankündigung. Ich nahm die Abkürzung von der Wiese und fuhr nach Bochum und frühstückte dann bei meiner Tochter. 

Aber ich habe tatsächlich Blut geleckt. Für die nächste SOAWC würde ich sogar bis nach Portugal fahren. Und jetzt haben Jaro und ich doch mal ein echtes Ziel ...
















Wir geben niemals auf - Was wollen wir: Gewinnen! Oder: 100 Punkte für Portual

 Friedrich J. Suhr, seit langen Jahren mein Mentalcoach, sagte mal: Du musst deine Ziele formulieren. Dich trauen, dazu zu stehen. Und darum kämpfen. Oder so ähnlich. Aber wichtig war damals, dass ich klar gesagt habe: Ich will, dass Hope bis dann und dann die Wippe kann. Wir haben das dann sogar noch übertroffen. 

Und mein neues Ziel: Ich will mit Jaro zur SOAWC nach Portugal. Und ich will dort starten. Nicht Reserve sein. 

Die Ausschreibung ist zwar noch nicht raus, aber es wird auf 10 mal erster Platz hinauslaufen. 100 Punkte. 

Der Bub ist so gut und focussiert, machbar ist das. Sein Handicap ist ja bekannt ... ;-)





Und auch mit Kleinteilchen wird natürlich schon die Agi-Karriere vorbereitet. Jeden Tag ein bisschen, steter Tropfen und so ... 












Sonntag, 30. Juni 2024

Taran ... Trainingstagebuch ...

 30.06.2024

Eigentlich wollte icuh nur eine Tasche aus dem Auto holen und habe Taran mitgenommen. War mir echt sicher, dass er bei mir bleibt. Habe was gelernt. Die zwei Fußgänger fanden ihn zum Glück nicht beunruhigend ... Also Halsband dran, Leine um den Hals und Futterbeutel mit Clicker. Nochmal zum Auto und da es sich gelohnt hat, blieb er bei mir. Anschließend an der Straße auf und ab, schon so ein klein wenig BH-orientiert, das erste "Bleib sitzen" auch wenn ich weitergehe - hat uns beiden so richtig Spaß gemacht. Letztendlich muss man bei jedem Hund andere Prioritäten setzen. Und man lernt bei jedem Hund, wo man andere Prioritäten gesetzt haben hätte sollen - oder so. Jaros Leinenführigkeit ist ne Katastrophe. Aber er ist abrufbar und macht Platz auf Entfernung, das war und ist mir letztendlich wichtiger. 

Taran hat schon einen gewissen Will2please. Aber er ist auch eigensinnig, unternehmungslustig und denkt sich so "Frauchen läuft mir ja nicht weg" - aber das Abenteuer wartet nicht ...

Ohne BH und Grundgehorsam brauchen wir ja auch kein Agi ... 

Wenn der Schmerz nachlässt, bin ich vermutlich tot ...



 ... kling ziemlich düster, ich weiß. Und es liegt nicht nur am Wetter ...nein. Hope und ich haben Arwen und Ulla irgendwann 2014 kennengelernt. Wo genau weiß ich gar nicht mehr. Ulla hat das leicht übermotivierte blaue Teilchen mit abgerissener Kralle vom Platz getragen. Damals hätte ich noch gerne einen Hund gehabt, der ein wenig übermotivierter gewesen wäre als Hope ... 

Arwen ist vorgestern über die Brücke. Hope ja schon im November. Arwen ist Jaros Uroma. Und Ulla und ihre Rudel gehören irgendwie schon ewig zu uns. Nenya war immer mein Liebling. Und Ulla begleitet unser Training schon seit Lasses Ausbildung, sie hat einfach die passenden Ansätze und das richtige Auge. 

Auch wenn ich vier wirklich tolle Hunde habe - meine Koboldprinzessin bleibt immer unvergessen. Sie war besonders, man könnte auch speziell sagen. Meine Tochter hat mal den Ausdruck "Borderline-Collie" für sie geprägt. Und das trifft es ganz gut. Hope wollte nie Teil von irgendetwas sein. Sondern Mittelpunkt. Einer ihrer Spitznamen war Frollein Rottenmeier - irgendwie wollte sie immer alles kontrollieren und dirigieren. Sie war der einzige Hund, der auf Zehenspitzen laufen konnte - zumindest sah es aus. Morgens beim Wachwerden hat sie sich so gefreut, dass sie gesungen hat wie Chewbacca auf Ecstasy. Kinder hat sie gehasst. Unsere anderen Hunde auch - außer Myway, den hat sie über alles geliebt. 

Nein, Hope war kein freundlicher kleiner Sonnenschein. Sie war extrem in allem. Entweder sie hat geliebt - oder nicht. Sie war nicht souverän, wenn sie genervt war, hat sie getackert oder zumindest so getan als ob. 

Aber Hope war immer zu hundert Prozent Hope. Sie hat sich nie verbogen oder Kompromisse gemacht. Für Hope war ich und unser Agility das Zentrum ihres Daseins. Mit ihr im Parcours war flüssiges Glück in meinen Adern, weil unsere Verbindung so fein und abgestimmt war. Und immer wenn sie zu mir kam und mich mit ihren intensiven Augen angesehen hat, wusste ich, dass wir untrennbar verbunden sind. 

Living without Hope. Ich weiß, dass du da oben auf mich wartest. Dass du auf mich aufpasst und gerade denkst: Weine nicht, Frauchen, ich habe dich nicht verlassen, ich bin dir nur einen Schritt voraus. 

Mittwoch, 19. Juni 2024

Lustig ist das Zigeunerleben (oops Sinti-und Roma-Dasein) oder: Platz ist in der kleinsten Hütte

 Mini, Micro, Nano ... letztendlich Ansichtssache und höchst relativ. Neulich habe ich so ein Riesenteil von Omnibus gesehen, der hatte sogar noch einen ausfahrbaren Erker seitlich. Dagegen ist mein Nano-Camper ja schon "Mü" ...



Unser Rudel verfügt ja über einen Hobby-Caravan, aber seit mein Göttergatte augenbedingt nicht mehr fahren darf, setze ich bei kurzen Aufenthalten und längerer Anreise auf mein Nano-Teilchen ...

Basis ist der Toyota Proace Verso Executive mit Panoramadach. Schön, wenn man nachts die Sterne über sich sieht, aber ein Dachgepäckträger oder ähnliches scheidet damit leider aus.

Letztes Jahr habe ich eine Campal-Campingbox gekauft, ohne Auszug, aber mit ausziehbarer Tisch-oder Abstellplatte und der hintere Teil der Box kann auch mit Tisch zu einer kleinen Sitzecke umgebaut werden. 

Letztes Wochenende habe ich die Box das erste Mal genutzt und konnte bequem darin schlafen. Aber natürlich braucht es die richtige Einstellung, eng ist es natürlich schon. Also nicht zum Schlafen, eher so zum Aufstehen und Sachen unter der Box holen oder so ...

Über die offene Heckklappe kommt das Berger Tonal Rear Busheckzelt. Einfach drüber werfen und mit Heringen fixieren. Die Bodenplatte ist nicht fest, was ich bei schönen Wetter angenehmer finde. Den Eingang sprich Hinterwand kann wahlweise hochgerollt oder als Sonnenschutz aufgestellt werden. An beiden Seiten sind Fenster, halb Plastik, halb Mesh. 

Wir hatten vorher etwas freistehendes ausprobiert, aber das war einfach zu mühsam und für eine Person nicht wirklich machbar. Und im Nano-Mobil bin ich immer solo unterwegs. 

Da ich wegen der Hunde sowieso einen Zaun stelle, versuche ich Ausflüge oder Einkäufe zu vermeiden, insofern stört es mich nicht, dass das Zelt nicht freistehend ist. Und im Bedarfsfall ist es in Sekunden wieder abgebaut. Natürlich habe ich wie bei allen Anschaffungen gründlich recherchiert, und das Preis-Leistungs-Verhältnis von Tonal ist meines Erachtens unschlagbar. Das letzte Wochenende in Luxemburg bei eher weniger nettem Wetter, hat es schon mal gute Dienste geleistet.


Den nächsten Aktivposten hatte ich weiter oben ja schon erwähnt, den Voss Geflügelzaun mit 20 Meter Länge und 80 cm hoch. Natürlich kommen die Hunde da jederzeit drüber, aber diese Abgrenzung hat vor allem symbolischen Charakter - und ist schnell und einfach auf- und abgebaut mit sehr kleinem Packmaß. Ein wichtiges Kriterium im Nano-Mobil. Update: Mein Youngster Taran findet den Zaun bestenfalls lustig. Wenn ich am Nanomobil bin, bleibt er gerne bei mir. Wenn ich gehe, folgt er mir. Nicht auf Sicht, wird bestimmt mal ein toller Mam-Trailer ...xD


Nächstes für mich unverzichtbares Detail ist das "Örtchen". Hier ging für mich tatsächlich Komfort vor platzsparend. Sicherer und bequemer Sitz in gleicher Höhe wie daheim. Tagsüber ist das Pottiporte unter dem Bett verstaut, nachts steht es dann leicht erreichbar im Vorzelt - aus Gründen der Diskretion ist der Eingang dann natürlich geschlossen ... In den integrierten Eimer kommen bei mir übrigens stabile Tüten mit Katzenstreu. Mittlerweile habe ich den Bezug meiner Klappmatratze, die gerade eh nicht genutzt wird, darüber gelegt. So sieht das disketer aus und muss nicht jeden Tag verstaut werden. 


An der restlichen Ausstattung feile ich noch. Mittlerweile ist ein schmales dreistöckiges und natürlich klappbares Regal eingezogen. Da finden vieles Platz, was bei der ersten Tour immer wieder unter die Box musste. Ein kleiner Klapptisch ist auch an Bord, als nächste Anschaffungen stehen eine faltbare Wasserschüssel (zum Waschen und Spülen), stärkere Magnete, Mückenschutz und passende Organizer auf dem Plan.


Die Box von der Heckklappe aus gesehen im halb ausgeklappten Zustand. Das Gepäcknetz ist nur während der Fahrt im Sinne der Ladungssicherung aktiv.


Die aktuelle Innenausstattung - Stuhl ist gerade nicht im Bild 


Taran: Frauchen, wollen wir mal was unternehmen ...



Auch bei Regen ist es im Nano-Mobil gemütlich (muss nicht tagelang sein ...)



Insgesamt ist das Nano-Mobil geräumiger, als es aussieht. Und ich liebe die Rückkehr zu den Ursprüngen des Zigeunerlebens ... 

Update: 5 Nächte habe ich mittlerweile am Stück im Nano-Mobil verbracht auf der SOAWC in Belgien. Von Regen über heiß bis hin zu Gewitter hatten wir alle Wetter. Bei Gewitter ist das mit dem Heckzelt natürlich eher suboptimal, weil der Faradaysche Käfig natürlich nur bei geschlossener Heckklappe funktioniert. Andererseits haben wir ihm Wohnwagen ja auch keine echte Sicherheit und selbst bei heftigem Wind stand bei Berger Tonal Rear wie eine 1. Den Pavillon habe ich bei der Gewitterwarnung abgebaut und auch nicht vermisst. 

Die Ausstattung meines kleinen Vorzeltes ist mit Toilette, Regal, Wasserspender, faltbarer Schüssel für Abwasch und Morgentoilette, Hundebox und Kühlbox absolut zweckmäßig und funktional. Stuhl passt auch noch rein. 

Klamotten und sonstiges ist nun in Hängeregalen untergebracht. Bei Schiebetüren machen so Fenstertaschen ja weniger bzw. nur an den hinteren Scheiben Sinn. Und die Regale waren wirklich praktisch. Auf jeden Fall werde ich noch mehr Magnete besorgen, die sind mega für Müllbeutel, Waschzeug, Spiegel, Leinene ... 

Weniger überzeugend ist leider der Voss Geflügelzaun. Alle Hunde können nicht nur drüber springen sondern auch drunter durch. Machen sie nicht, wenn ich ebenfalls innerhalb der Umzäunung bin. Aber in Belgien musste Myway entweder in die Box oder wurde angetackert, wenn ich auf Toilette bin. Oder ich hab ihn mitgenommen ...

Für die nächste Tour werde ich wohl noch ein paar Teile vom Agility-Flash-Zaun kaufen ... 

Den faltbarern Wasserkocher werde ich wohl gegen ein Induktionskochfeld tauschen. Da kann ich neben Wasser für den unverzichtbaren Kaffee auch mal ne Kleinigkeit kochen. Könnte ich natürlich auch alles auf dem Scotti ... Die nächste Tour zu Agi am Bach nehmen wir eh den Hänger, weil alle Hunde und der Göttergatte mitkommen. Mal sehen, ob ich im Oktober noch mal Urlaub bekommen und ein paar Tage ans Meer fahre. Das wäre dann die erste Tour abseits vertrauter Agilityplätze und Freunde ...

Wintercamping wird es im Nano nicht geben, ohne Heizung und Heckzelt ist mir das dann doch zu unkomfortabel. 













Montag, 3. Juni 2024

Agility Schlass Cup 2.0 - ohne Worte, unbeschreiblich genial ...





Unsere erste Ausfahrt mit der Campal-Campingbox zum Agility Schlass Cup 2.0 by AT Suessem. Internationale Richter - Aneta Obrusnikova, Anna Schönenberger,
Mark Fonteijn und Marcel Schlühr - die Starter kamen aus Belgien, Frankfreich, Luxemburg, den Niederlanden und ein paar auch aus Deutschland. Die Wettervorhersage war verheerend - und mir war schon mulmig, als ich Jaro und Myway in unser Nano-Mobil gepackt habe und gen Luxemburg gestartet bin. Sicherheitshalber hatte ich vorher seitenweise Checklisten gemacht, da ich vom Caravan diesbezüglich verwöhnt bin. Da ist halt alles wesentlich schon an Bord. Sogar ein klappbares Örtchen hatte ich dabei, der Tisch wurde leider nicht mehr geliefert - zum Glück ist ein Tisch und ein Ausziehtisch in der Campal integriert - das brandneue Heckezelt hatte leider einen Riss, was der Funktion zum Glück keinen Abbruch tat. Ankunft am Freitag mittag, Gilles Welfringer lotste und zum Parcours und somit saßen wir wie bei ARD und ZDF in der ersten Reihe ...

😅. Also erst mal Aufbau und Strom organisieren. Die Kabeltrommeln, die mir Peter eingepackt hatte, reichten leider nicht mal ansatzweise - also andere Camper gefragt, ob ich mich eventuell dazu hängen kann. War auch kein Problem und wer mich nicht wirklich gut kennt, glaubt nicht, dass mir sowas schwer fällt. Die Kühlbox lief - bei den Temperaturen definitiv das Wichtigste 🤣 - Heckzelt stand, Zaun auch - also erst mal auf Erkundung übers Terrain. Wow!. Toiletten- und Duschwagen, Zapfanlage und andere Getränke, Catering-Zelt, Aufenthaltsbereich - und natürlich 2 Ringe für die Jumpings und A-Läufe. Nach Gilles traf ich nun auch Sandy Welfringer-Singer mit Myways Bruder Merlin. Die Atmosphäre war locker und entspannt, das Wetter wagte sich nicht, die Schleusen zu öffnen, wir bestellten Pizza, tranken Bier und hatten einen tollen Abend ... Die Registration hatte ich zum Glück schon Freitags erledigt, denn am Samstag morgen schaffte ich es so gerade nach der Gassirunde zur Parcoursbehung. Wo Myway sein Dis hatte, hab ich gar nicht gemerkt, Jaro ist immerhin irgendwie durchgekommen, manchmal kommt der Bub einfach sofort und das ist dann zu früh ... Dafür rockte Myway dann den A-Lauf! Der einzige Nuller und damit Finale am Sonntag. 



Über Jaro reden wir nicht. Abends dann "Galadinner" mit Spanferkel. Wie angekündigt, kam ich im Desigual-Kleidchen. Essen war leckerst, Cocktails auch und ich war dementsprechend früh im Nano-Mobil ...
Sonntag. Im Jumping starteten die Buben offenbar einen Wettbewerb, wer schneller im Dis ist. Jaro legte Hinternis 3 vor, Myway gewann ... 😎 Während Jaro sich auch im A-Lauf treu blieb, lief Myway mit einem Nuller auf Platz 3. Im Finale war der dann ein wenig übermotiviert und traf die Zone nicht ...
Da mir Taran und Lasse fehlten (und mein Peter übrigens auch), starteten wir nach der Siegerehrung Richtung Heimat. Noch schnell vollgetrankt für 1,47 Euro und hab zehn erreichten wir den Berg ...

Dienstag, 21. Mai 2024

Living for Agility ... oder: die Realitivitätstherorie in Messelhausen


Irgendwie kommt es mir vor, als ob wir ewig unterwegs waren ...

Pfingstwochenende beim VfB Messelhausen. Unser Zugfahrzeug wurde just in time fertig  (der geneigte Leser weiß, dass der Toyota beim Räderwechsel von der Hebebühne flüchten wollte ...), am Vortag bekamen wir auch noch einen Seminarplatz bei Jere - also ging es Freitag morgen bei typisch deutschen Pfingstwetter (er schüttete aus Kübeln) auf die Piste. Die Koordinaten auf der Homepage des Vereins führen uns via Navi direktemente ins Zentrum von Königshofen-Lauda. Ja, dass wir nicht die Koordinaten aus webmelden nehmen sollten, weil die zum Wohnort des Vereinsvorsitzenden führen würden, hatte ich verstanden ... dass die auf der Homepage ebenfalls dahin führen - mittlerweile bin ich ja recht souverän mit Hänger an der Kupplung und das größte Problem war, dass ich nun keinen Plan mehr hatte, wo ich hin musste. Also improvisieren (kann ich) irgendwo halten, ins Navi wenigstens mal "Messelhausen" eingeben und oooops - ne durch diese Gasse resp. Unterführung werden wir wohl nicht kommen. Also Lieblingsdisziplin "rückwärts fahren mit Hänger, wenn man nix sieht und mitten im Ort". Ein herzliches Dankeschön an die netten Autofahrer drumherum, die ganz entspannt gewartet haben, bis ich mich und den Hänger sortiert hatte ...).

Raus aus dem Ort und an der Ampel die Anfahrtsbeschreibung geladen (ohne Koordinaten!) Und schon waren wir da. Aaaaaber - die Wiese hatte durch den Dauerregen leicht gelitten (und die ganzen Autos, die die nächsten Tage durch die Einfahrt fahren würden, machten es nicht besser). Um den Spaß komplett zu machen, war das Seminar dann wetterbedingt abgesagt, aber dafür sollte es abends im Vereinsheim Hähnchen mit Pommes geben. (Es gab auch Menschen, die rohen Fisch und Reis in Seetang bevorzugten ...nur der Vollständigkeit halber).

Wir fanden einstweilen ein Plätzchen, bauten Zaun und ein kleines Vorzelt und fragten uns still und leise, warum wir nicht daheim geblieben waren ... 

So langsam trudelten auch die anderen Wiesenbewohner ein und wir wurden sehr schnell eine hilfsbereite Campinggemeinschaft und trafen vielen nette Leute. 

Das Essen war auch sehr gut - aber hier schlug nun die Relativitätstheorie zu: 250 Meter sind nicht viel - auch wenn es hin-und-zurück schon 500 Meter sind. Läuft man das ganze 7-10 Mal am Tag (Morgentoilette, Parcourshelfer, Parcoursbegehung, Hund holen, Hund holen, Siegerehrung, Essen, Klo, Abendessen ...) meine Uhr hat mich gefeiert!!!

Zumindest waren wir recht erfolgreich 😇 Der kleine Prinz sammelte Schleifen wie andere Leute Pilze. Schaffte es Samstag ins Klostercup-Finale und lieferte den Beweis, dass er auch Distanzarbeit kann ... Frauchen war leider so geflasht, dass sie zwischendrin die Orientierung verlor. Trotzdem Platz 3 in medium.

Bubsle war stets bemüht und auch richtig gut. Jedes Mal nur ne Kleinigkeit. Und im Montag im A-Lauf hat es dann gepasst. Ja, die Wippe war knapp und eigentlich hätte ich die auch wiederholen können - aber auch ich war im Flow. Und so war es dann unser erster Nuller in der Königsklasse. Platz 2 mit 6,38 m/s. Trotz Ausflug Richtung Tunnel. 

Auch unser Kleinstteilchen hatte viel Spaß. Agi gucken, mit Frauchen mitkommen, neue Hunde und Menschen treffen - das war so seins. Wir hatten extra den höheren Zaun mitgenommen und unten Heringe eingeschlagen - aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Da laufe ich Richtung Vereinsheim und höre hinter mir eifrigen Galopp - Taran wollte nicht zurückgelassen werden. Hieß dann halt Knast im Wohnwagen ...

Aktuell überlege ich tatsächlich, ob ich ihn nach Luxemburg mitnehme oder lieber nicht ...