Mini, Micro, Nano ... letztendlich Ansichtssache und höchst relativ. Neulich habe ich so ein Riesenteil von Omnibus gesehen, der hatte sogar noch einen ausfahrbaren Erker seitlich. Dagegen ist mein Nano-Camper ja schon "Mü" ...
Unser Rudel verfügt ja über einen Hobby-Caravan, aber seit mein Göttergatte augenbedingt nicht mehr fahren darf, setze ich bei kurzen Aufenthalten und längerer Anreise auf mein Nano-Teilchen ...
Basis ist der Toyota Proace Verso Executive mit Panoramadach. Schön, wenn man nachts die Sterne über sich sieht, aber ein Dachgepäckträger oder ähnliches scheidet damit leider aus.
Letztes Jahr habe ich eine Campal-Campingbox gekauft, ohne Auszug, aber mit ausziehbarer Tisch-oder Abstellplatte und der hintere Teil der Box kann auch mit Tisch zu einer kleinen Sitzecke umgebaut werden.
Letztes Wochenende habe ich die Box das erste Mal genutzt und konnte bequem darin schlafen. Aber natürlich braucht es die richtige Einstellung, eng ist es natürlich schon. Also nicht zum Schlafen, eher so zum Aufstehen und Sachen unter der Box holen oder so ...
Über die offene Heckklappe kommt das Berger Tonal Rear Busheckzelt. Einfach drüber werfen und mit Heringen fixieren. Die Bodenplatte ist nicht fest, was ich bei schönen Wetter angenehmer finde. Den Eingang sprich Hinterwand kann wahlweise hochgerollt oder als Sonnenschutz aufgestellt werden. An beiden Seiten sind Fenster, halb Plastik, halb Mesh.
Wir hatten vorher etwas freistehendes ausprobiert, aber das war einfach zu mühsam und für eine Person nicht wirklich machbar. Und im Nano-Mobil bin ich immer solo unterwegs.
Da ich wegen der Hunde sowieso einen Zaun stelle, versuche ich Ausflüge oder Einkäufe zu vermeiden, insofern stört es mich nicht, dass das Zelt nicht freistehend ist. Und im Bedarfsfall ist es in Sekunden wieder abgebaut. Natürlich habe ich wie bei allen Anschaffungen gründlich recherchiert, und das Preis-Leistungs-Verhältnis von Tonal ist meines Erachtens unschlagbar. Das letzte Wochenende in Luxemburg bei eher weniger nettem Wetter, hat es schon mal gute Dienste geleistet.
Den nächsten Aktivposten hatte ich weiter oben ja schon erwähnt, den Voss Geflügelzaun mit 20 Meter Länge und 80 cm hoch. Natürlich kommen die Hunde da jederzeit drüber, aber diese Abgrenzung hat vor allem symbolischen Charakter - und ist schnell und einfach auf- und abgebaut mit sehr kleinem Packmaß. Ein wichtiges Kriterium im Nano-Mobil. Update: Mein Youngster Taran findet den Zaun bestenfalls lustig. Wenn ich am Nanomobil bin, bleibt er gerne bei mir. Wenn ich gehe, folgt er mir. Nicht auf Sicht, wird bestimmt mal ein toller Mam-Trailer ...xD
Nächstes für mich unverzichtbares Detail ist das "Örtchen". Hier ging für mich tatsächlich Komfort vor platzsparend. Sicherer und bequemer Sitz in gleicher Höhe wie daheim. Tagsüber ist das Pottiporte unter dem Bett verstaut, nachts steht es dann leicht erreichbar im Vorzelt - aus Gründen der Diskretion ist der Eingang dann natürlich geschlossen ... In den integrierten Eimer kommen bei mir übrigens stabile Tüten mit Katzenstreu. Mittlerweile habe ich den Bezug meiner Klappmatratze, die gerade eh nicht genutzt wird, darüber gelegt. So sieht das disketer aus und muss nicht jeden Tag verstaut werden.
An der restlichen Ausstattung feile ich noch. Mittlerweile ist ein schmales dreistöckiges und natürlich klappbares Regal eingezogen. Da finden vieles Platz, was bei der ersten Tour immer wieder unter die Box musste. Ein kleiner Klapptisch ist auch an Bord, als nächste Anschaffungen stehen eine faltbare Wasserschüssel (zum Waschen und Spülen), stärkere Magnete, Mückenschutz und passende Organizer auf dem Plan.
Insgesamt ist das Nano-Mobil geräumiger, als es aussieht. Und ich liebe die Rückkehr zu den Ursprüngen des Zigeunerlebens ...
Update: 5 Nächte habe ich mittlerweile am Stück im Nano-Mobil verbracht auf der SOAWC in Belgien. Von Regen über heiß bis hin zu Gewitter hatten wir alle Wetter. Bei Gewitter ist das mit dem Heckzelt natürlich eher suboptimal, weil der Faradaysche Käfig natürlich nur bei geschlossener Heckklappe funktioniert. Andererseits haben wir ihm Wohnwagen ja auch keine echte Sicherheit und selbst bei heftigem Wind stand bei Berger Tonal Rear wie eine 1. Den Pavillon habe ich bei der Gewitterwarnung abgebaut und auch nicht vermisst.
Die Ausstattung meines kleinen Vorzeltes ist mit Toilette, Regal, Wasserspender, faltbarer Schüssel für Abwasch und Morgentoilette, Hundebox und Kühlbox absolut zweckmäßig und funktional. Stuhl passt auch noch rein.
Klamotten und sonstiges ist nun in Hängeregalen untergebracht. Bei Schiebetüren machen so Fenstertaschen ja weniger bzw. nur an den hinteren Scheiben Sinn. Und die Regale waren wirklich praktisch. Auf jeden Fall werde ich noch mehr Magnete besorgen, die sind mega für Müllbeutel, Waschzeug, Spiegel, Leinene ...
Weniger überzeugend ist leider der Voss Geflügelzaun. Alle Hunde können nicht nur drüber springen sondern auch drunter durch. Machen sie nicht, wenn ich ebenfalls innerhalb der Umzäunung bin. Aber in Belgien musste Myway entweder in die Box oder wurde angetackert, wenn ich auf Toilette bin. Oder ich hab ihn mitgenommen ...
Für die nächste Tour werde ich wohl noch ein paar Teile vom Agility-Flash-Zaun kaufen ...
Den faltbarern Wasserkocher werde ich wohl gegen ein Induktionskochfeld tauschen. Da kann ich neben Wasser für den unverzichtbaren Kaffee auch mal ne Kleinigkeit kochen. Könnte ich natürlich auch alles auf dem Scotti ... Die nächste Tour zu Agi am Bach nehmen wir eh den Hänger, weil alle Hunde und der Göttergatte mitkommen. Mal sehen, ob ich im Oktober noch mal Urlaub bekommen und ein paar Tage ans Meer fahre. Das wäre dann die erste Tour abseits vertrauter Agilityplätze und Freunde ...
Wintercamping wird es im Nano nicht geben, ohne Heizung und Heckzelt ist mir das dann doch zu unkomfortabel.





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