Irgendwie kommt es mir vor, als ob wir ewig unterwegs waren ...
Pfingstwochenende beim VfB Messelhausen. Unser Zugfahrzeug wurde just in time fertig (der geneigte Leser weiß, dass der Toyota beim Räderwechsel von der Hebebühne flüchten wollte ...), am Vortag bekamen wir auch noch einen Seminarplatz bei Jere - also ging es Freitag morgen bei typisch deutschen Pfingstwetter (er schüttete aus Kübeln) auf die Piste. Die Koordinaten auf der Homepage des Vereins führen uns via Navi direktemente ins Zentrum von Königshofen-Lauda. Ja, dass wir nicht die Koordinaten aus webmelden nehmen sollten, weil die zum Wohnort des Vereinsvorsitzenden führen würden, hatte ich verstanden ... dass die auf der Homepage ebenfalls dahin führen - mittlerweile bin ich ja recht souverän mit Hänger an der Kupplung und das größte Problem war, dass ich nun keinen Plan mehr hatte, wo ich hin musste. Also improvisieren (kann ich) irgendwo halten, ins Navi wenigstens mal "Messelhausen" eingeben und oooops - ne durch diese Gasse resp. Unterführung werden wir wohl nicht kommen. Also Lieblingsdisziplin "rückwärts fahren mit Hänger, wenn man nix sieht und mitten im Ort". Ein herzliches Dankeschön an die netten Autofahrer drumherum, die ganz entspannt gewartet haben, bis ich mich und den Hänger sortiert hatte ...).
Raus aus dem Ort und an der Ampel die Anfahrtsbeschreibung geladen (ohne Koordinaten!) Und schon waren wir da. Aaaaaber - die Wiese hatte durch den Dauerregen leicht gelitten (und die ganzen Autos, die die nächsten Tage durch die Einfahrt fahren würden, machten es nicht besser). Um den Spaß komplett zu machen, war das Seminar dann wetterbedingt abgesagt, aber dafür sollte es abends im Vereinsheim Hähnchen mit Pommes geben. (Es gab auch Menschen, die rohen Fisch und Reis in Seetang bevorzugten ...nur der Vollständigkeit halber).
Wir fanden einstweilen ein Plätzchen, bauten Zaun und ein kleines Vorzelt und fragten uns still und leise, warum wir nicht daheim geblieben waren ...
So langsam trudelten auch die anderen Wiesenbewohner ein und wir wurden sehr schnell eine hilfsbereite Campinggemeinschaft und trafen vielen nette Leute.
Das Essen war auch sehr gut - aber hier schlug nun die Relativitätstheorie zu: 250 Meter sind nicht viel - auch wenn es hin-und-zurück schon 500 Meter sind. Läuft man das ganze 7-10 Mal am Tag (Morgentoilette, Parcourshelfer, Parcoursbegehung, Hund holen, Hund holen, Siegerehrung, Essen, Klo, Abendessen ...) meine Uhr hat mich gefeiert!!!
Zumindest waren wir recht erfolgreich 😇 Der kleine Prinz sammelte Schleifen wie andere Leute Pilze. Schaffte es Samstag ins Klostercup-Finale und lieferte den Beweis, dass er auch Distanzarbeit kann ... Frauchen war leider so geflasht, dass sie zwischendrin die Orientierung verlor. Trotzdem Platz 3 in medium.
Bubsle war stets bemüht und auch richtig gut. Jedes Mal nur ne Kleinigkeit. Und im Montag im A-Lauf hat es dann gepasst. Ja, die Wippe war knapp und eigentlich hätte ich die auch wiederholen können - aber auch ich war im Flow. Und so war es dann unser erster Nuller in der Königsklasse. Platz 2 mit 6,38 m/s. Trotz Ausflug Richtung Tunnel.
Auch unser Kleinstteilchen hatte viel Spaß. Agi gucken, mit Frauchen mitkommen, neue Hunde und Menschen treffen - das war so seins. Wir hatten extra den höheren Zaun mitgenommen und unten Heringe eingeschlagen - aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Da laufe ich Richtung Vereinsheim und höre hinter mir eifrigen Galopp - Taran wollte nicht zurückgelassen werden. Hieß dann halt Knast im Wohnwagen ...
Aktuell überlege ich tatsächlich, ob ich ihn nach Luxemburg mitnehme oder lieber nicht ...









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