Samstag, 10. März 2018

Ein GPS-Tracker im Test - kann tractive im Ernstfall einen entlaufenen Hund finden?

"Hund entlaufen in ... bitte teilen und bei Sicht ... anrufen, keine Einfangversuche".

Meldungen dieser Art nehmen in Facebook gerade ungemein zu - und leider sind eine Menge Shelties dabei. 

Irgendwann fiel in diesem Zusammenhang das Stichwort "GPS-Tracker" - und ich begann, mich mit der Materie zu beschäftigen.

Unter normalen Bedingungen lässt sich Myway beim Freilauf zuverlässig abrufen. Und ich versuche auch immer, die Hunde und die Umgebung im Blick zu behalten und im Zweifelsfall lieber anzuleinen. 

Allerdings hatte ich auch schon ein sehr beunruhigendes Erlebnis, als Myway sich von Spaziergängern, die sich uns von hinten schnellen Schrittes näherten, bedroht fühlte und begann, die Distanz zu denen zu vergrößern und sich damit auch von mir zu entfernen. Letztendlich bin ich der Meinung, dass nur die Tatsache, dass ich das rechtzeitig erkannt habe, Schlimmeres verhindert hat. Myway war noch in dem Radius, in dem ich Einfluß nehmen konnte und er kam dann ohne Zögern zu mir.

Über mein Kopfkino schweige ich lieber. Die Vorstellung, dass mein sensibler Sheltie allein und verängstigt herumirrt ist so schmerzhaft, dass mir die bloße Vorstellung die Tränen in die Augen treibt.

Bei der Suche nach dem richtigen Tracker blieben tractive und weenect in der engeren Auswahl. 

Da ich zu weenect nur wenige positive Erfahrungsberichte finden konnte (allerdings auch keine negativen), fiel die Entscheidung für den tractive.

Am Dienstag für 44,90 Euro bei Amazon bestellt, stand schon am Mittwoch eine kleine Schachtel vor mir, die das GPS-Gerät, ein Ladekabel (incl. Stecker für Frankreich), 2 Klammern zur Anbringung an Geschirr oder Halsband sowie ein kleines Heftchen mit mehrsprachiger Gebrauchsanweisung enthielt.

Die Montage des Ladekabels war selbsterklärend und nach wenigen Minuten hing der tractive am Strom, um vor der ersten Verwendung voll aufzuladen.

Nächster Schritt war die Aktivierung über den PC. Auch hier ging alles sehr schnell. Die Nummer des Gerätes eingeben, eMail-Adresse angeben, Passwort festlegen - und dann den Serviceplan einrichten. Das ist dann auch schon das teuerste an der ganzen Sache. Obwohl ein 2-Jahresplan günstiger wäre im Verhältnis, habe ich mich erst mal für einen 1-Jahresplan entschieden, allerdings die Premiumvariante mit weltweiter Abdeckung und Zugriff durch mehrere Benutzer. Schließlich geht mein Göttergatte ja tagsüber mit den Hunden, da ist ja nur sinnvoll, wenn er auch eine App auf dem Handy hat.

Ach ja, genau, das ist dann der letzte Schritt: die tractive-App auf das Smartphone herunterladen und mit eMail-Adresse und Passwort einloggen.

Am nächsten Morgen ist der Akku voll geladen und wir befestigen den tractive mit der mitgelieferten Klammer an Myways Geschirr. Das Gerät hat einen Ein- und Ausschalter und wir schalten den Tracker ein, wenn wir das Geschirr anziehen und aus, wenn wir es Zuhause wieder ausziehen.

Nun also los zum ersten Test. Ich marschiere mit den Hunden los, Peter verfolgt unseren Weg daheim in der App. Der reine Positionsverlauf ist nicht so wirklich aussagekräftig, doch das Livetracking lässt sich auch auf die Distanz aktivieren - und schon sieht mein Mann daheim ganz genau wo wir uns aufhalten. (Da fallen einem doch direkt auch noch andere Einsatzmöglichkeiten für den Tracker ein *lach*)

Der tractive ist nun schon 3 Tage im Einsatz und hat immer noch 74 % Batterieladung. Allerdings haben wir das Livetracking auch nur testweise benutzt. Natürlich hoffen wir, dass wir das Gerät nie in einem Ernstfall verwenden müssen. Aber falls doch ein Notfall eintritt, fühlen wir uns mit dem tractive bestmöglich ausgerüstet.


Update: Nach 4 Tagen im Test immer noch 62 % Akkuladung. Allerdings schalten wir, wie schon geschrieben, den Tracker immer aus, wenn er nicht am Hund ist.

Update 2: Heute im Feld den Unterschied zwischen Normalortung und Livetracking sehr deutlich gesehen - und noch ein nützliches Zusatzfeature entdeckt: Die App kann auch meinen Standort anzeigen, so dass im Falle eines Falles meine Position in Relation zu der des Hundes sehen kann. Tolle Sache finde ich.

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