Samstag, 10. März 2018

Immer der Nase nach - wir schnuppern im Mantrailing

Nach Myways desaströsem Finallauf beim 2. AI-WEB-Turnier, den ich tatsächlich dann einfach abgebrochen habe, weil der Kleine ausschließlich damit beschäftigt war, zu gucken, ob ihm der gruselige Richter nicht irgendwie zu nahe kommt, meldete ich uns kurzerhand zum Mantrailing-Schnupperkurs an. Neben artgerechter Hundebespaßung soll dadurch auch Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen aufgebaut werden.

Es ist schon ziemlich dämmerig als ich mich mit Trainerin Sabine und den anderen Teilnehmern in einem ruhigen Wohngebiet in Offenthal treffe. Myway zeigt auch gleich, dass ihm ein wenig mehr Selbstsicherheit nun wirklich nicht schaden könnte - er findet die Umgebung nebst all den fremden Leuten absolut spooky und möchte trotz der feinen Leckerli-Portionen eigentlich gar nicht wirklich irgend jemand von den unheimlichen Fremden finden. Je dunkler es wird, desto furchterregender findet Myway das Geschehen. Frauchen wiederum findet das Trailen total spannend und hat richtig Spaß, bei Kälte und Dunkelheit mit fremden Hunden durchs Wohngebiet zu marschieren, sich in dunklen Hauseingängen zu verstecken und sich zu fragen, wie lange es wohl dauert, bis besorgte Anwohner die Polizei verständigen. Keine Frage also, dass ich beschließe, mit dem Trailen weiterzumachen.

Bei der ersten Stunde versteckt sich Ute, die Myway eigentlich von Kleinauf kennt. Aber heute möchte er nicht einmal ein Leckerli von ihr annehmen - und die Belohnungsportion nimmt er auch nur an, wenn sie weit genug weg von Ute steht. An dieser Einstellung ändert das Sheltie auch im Verlauf der Trainingsstunde nichts. 

Bei der 2. Stunde nehme ich als Versteckperson dann Herrchen mit. Das findet Myway dann ganz prima. Herrchen finden macht Spaß. Und dabei zeigt er deutlich, dass er die Sache mit dem Suchen und Finden genau verstanden hat. Trotzdem muss Herrchen auch bei der 3. Stunde wieder mit. Es ist eisig kalt, Herrchen sitzt zwischendurch mit laufendem Motor im Auto und ich fürchte schon, dass er uns als Zielperson abspringen könnte.

Aber bei der 3. Stunde ist es frühlingshaft warm und mein Göttergatte taut auf.

Myway freut sich richtig, als er merkt, was Sache ist. Als Sabine Peter versteckt hat und uns ruft, ist der Kleine voll motiviert. An der Geruchsprobe wäre er am liebsten vorbei gelaufen, schließlich weiß er, wonach er sucht. 

Heute ist auch Hope dabei, ihre erste Trailstunde. So richtig eingestehen möchte ich mir nicht, dass ja irgendwann mit Agility Schluß ist und wir dann eine Alternative brauchen, um weiterhin zusammen Spaß zu haben.

Hope schnuppert an Utes Taschentuch und müsste eigentlich nur um die Ecke laufen, um Ute zu finden. Aber da Frauchen zurückbleibt, ist sie irritiert, setzt sich hin und guckt mich an. "Hej Frauchen, was ist los, was soll ich machen?"

Doch von Frauchen kommt erst mal keine Hilfestellung, ich unterhalte mich mit Sabine über Agility-Hunde, die Eigeninitiative erst mal wieder lernen müssen. Dann gehe ich aber doch einen Schritt in Utes Richtung - und das schlaue kleine Borderle hat die Sache verstanden. Beim 2. Versuch klappt es schon viel besser - und dann ist erst mal Pause im Auto. 

Auch die 2. Runde klappt mit Hope schon super, vollkonzentriert folgt sie der Fährte und läuft erst mal an der Zielperson vorbei, bis sie merkt, dass die Fähre aufhört. 

Mit Hope macht Trailen auf Anhieb richtig Spaß und ich werde auch mit ihr auf jeden Fall weitermachen. 

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