Mittwoch, 19. Juli 2017

* Fly: Herausforderung auf 4 Pfoten

Ein gutes Jahr nach Donnas Einzug später fand ich in besagtem Border Collie-Forum einen Notfall-Border, der dann kein Border war sondern eben Fly ... der nach der extrem pflegeleichten Donna dafür sorgte, dass ich bei Hundeerziehung echt mitreden konnte. Unzählige Theorien, Bücher, Gurus und Seminare sorgten für geistige und finanzielle Auslastung ... 

Hier ein paar Berichte aus der Zeit, die ich aus diversen Archiven der Foren gekramt habe:

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Fly (Goofy) ist gelandet (26.11.2006)
Ein herzliches Hallo an alles Daumendrücker, die das Thema mitverfolgt haben, während ich dies schreibe, liegt der Kleine unter dem Schreibtisch vor meinen Füßen, nachdem wir drei vorher einen tollen Morgenspaziergang gemacht haben. Zum Glück habe ich heute Urlaub, so dass ich mich ausgiebig um meine beiden kümmern kann.
Gestern nacht um halb drei haben wir Fly aus der Flugtransportbox geholt. Nach einem Spaziergang (stockdunkel, mitten im Wald und keine Laterne weit und breit, aber ein Top-hundefreundlicher Übernachtungstipp mitten im Erzgebirge - www.pension-kalkberg.de - sind wir in unser Zimmer. Im Gegensatz zu Donna hat Fly mit Fliesen oder Laminat überhaupt kein Problem. Der Kleine rannte die ganze Zeit hechelnd durch alle Zimmer (wir hatten die Ferienwohnung, weil wir nicht wussten, wie das mit Donna und Fly klappt), war total überdreht und kam natürlich überhaupt nicht zur Ruhe. Erst gegen halb fünf blieb Fly dann auf dem Sofa liegen und schlief ein.
Am nächsten Morgen dann unser erster richtiger Spaziergang. Fly an der Schleppleine, wollte erst gar nicht so richtig mit, blieb dann schön bei mir und kam auf Rufen auch sofort heran. Und die Nase immer am Boden, alles beschnuffeln, ab und zu mit großen Hundeaugen den Wald bestaunen. Donna schleppte jede Menge Stöckchen an und ging dem Kleinen aus dem Weg. Beim Frühstück stellte sich dann schnell heraus, dass er sich a) schon ziemlich auf mich fixiert hatte und b) mit Kommandos wie Sitz und Platz überhaupt nichts anfangen kann. Als er merkte, dass wir sitzen bleiben und es am Tisch nichts gibt, legte er sich dann aber brav unter den Tisch.
Nach dem Frühstück kam unser Mitfahrhund, der dreibeinige Tobias, auch aus Spanien, den wir in Würzburg dann seiner Pflegestelle übergeben haben. Donna und Fly waren zusammen hinten im Kofferraum (also, im Kombi natürlich).

Endlich daheim,  kamen meine Eltern und ein paar Freunde und wir haben auf Fly angestoßen und meinen Geburtstag gefeiert. Fly hat sich schnell eingewöhnt, rennt mir überall hinterher und muss jetzt lernen, dass er auf dem Tisch nichts zu suchen hat.
Aber er ist ein richtiger kleiner Schatz, der sich wirklich Mühe gibt, alles richtig zu machen. An der Leine geht er schon recht gut, seine Geschäfte hat er bis jetzt nur draußen verrichtet und vorhin haben wir angefangen, Sitz zu üben. Um 11 haben wir einen Termin beim TA, der soll sich den Kleinen mal angucken und den Impfpass checken.
So, das war es erst mal, Fotos und so kommen dann im Laufe des Tages auf die HP.
Liebe Grüße von
Petrina, Donna und Fly

PS: Natürlich kümmere ich mich sehr intensiv um Donna, sogar noch intensiver als sonst, damit sich mein großes Mädel nicht vernachlässigt fühlt.

06.12.2006
danke der Nachfrage, uns geht es bestens. Donna war ja spontan nicht sooooo begeistert über den Familienzuwachs, hat ihn aber immerhin toleriert. Gestern haben die beiden nun das erste Mal zusammen gespielt, mit viel Geknurre und Gebrumm, wir haben das ganz sehr genau beobachtet, ob da war aus dem Ruder läuft, aber es blieb beim Spiel, das beide offensichtlich sehr genossen haben und gar keine Ende finden konnten.
Ansonsten folgt mir Fly wie ein Schatten, ich verschiebe manchmal sogar den Gang zur Toilette, damit der Kleine nicht schon wieder aufstehen muss.
Die einzigen Probleme haben wir beim Spazierengehen, weil Fly alles anbellt, was sich bewegt. Autos anzubellen haben ich ihm mittlerweile schon ausreden können, nur Motorräder bellt er immer noch an, wenn ich ihn nicht schnell genug ablenke. Aber davon gibt es bei uns zum Glück nicht sooo viele. Pferde und Katzen sind auch nicht so das Problem, aber andere Hunde ist schon ziemlich lästig, weil er sich da auch so schnell reinsteigert, dass ich ihn überhaupt nicht mehr ablenken kann, da bleibt dann nur Richtungswechsel. Gar nicht so leicht, da meine Große plötzlich auch sehr mutig ist und mitkläfft. Da muß ich schon ganz schön die Beine in den Boden stemmen *g*
Hier freuen wir uns natürlich über Tipps und Ideen. Ich halte Flys Reaktion für Unsicherheit, als er neulich mit meiner Tochter Gassi ging, hat er auch Autos angebellt, war er bei mir nicht mehr macht.
Aber wie gesagt, ansonsten ist alles bestens und wir sind alle sehr glücklich mit unserem Fly.
Liebe Grüße
Petrina, Donna und Fly


Was ein Euphemismus! Wäre ich nicht sturer als eine ganze Horde Maulesel (ich bevorzuge übrigens konsequent), hätte ich Goofy-Fly in den ersten zwei Wochen wieder nach Spanien oder sonst wohin geschickt. Aber das war ja schon bei unseren Ponys so gewesen  - je schwieriger sie waren um so mehr hab ich gelernt und bin daran gewachsen ...

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