Als ich 2007/08 mit Agility anfing, gab es eigentlich nur ein Motto: Agility is Fun. Und die etwas Leistungsorientierteren wurden mit "Wer Scheiße führt, muss mit Scheiße zufrieden sein" (Hinky Nickels) auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt. A3 war damals wie heute das hehre Ziel - damals reichte es dafür auch schon, dass der Hunde alle Geräte sauber abarbeitete ... daran scheiterten Donna und ich an meiner Slalomphobie.
Nach unserer verletzungsbedingten Zwangspause wurde ich 2012 mit den Neuigkeiten "es gibt jetzt Außen" und "Belgier sind nicht mehr statisch, sondern man bewegt sich dabei" begrüßt - wer erinnert sich noch heute an Belgier auf der Stelle und alle Hürden nur von vorne anzuführen?
Dann gab zunehmend immer mehr Leistungsrassen wie Border, Belgier und Aussies - in Medium und Small kamen zu den Terriern Shelties und Papilotten.
Irgendwann kamen dann die Agility-Hallen, die ganzjährigen Trainings- und Turnierkomfort sicherten. Immer mehr Trainer, die semi- oder professionell die Erfolgswilligen auf immer neue Standards hoben. Internationale Richter forderten die Teams mit ganz neuen Parcoursrafinessen. Belgier und Franzosen waren old-fashioned, die modernen Führvarianten kamen aus Finnland und hatten wohlklingende englische Namen.
Für die Anhänger des "Agility-is-Fun" (von manchen etwas herablassend als "Hausfrauen-Agility" bezeichnet) gab es das Reservat der "Feld-Wald-und-Wiesen-Turniere". Ob im Sommer Outdoor oder im Herbst/Winter in der Reithalle - hier standen Parcours, auf die man im ehrenamtlichen Vereinstraining vorbereitet wurde.
Ich kenne genug Starter, die gar nicht erst in Mendig oder Östringen starten, weil sie sich diesen Parcours nicht gewachsen fühlen.
Nun gut, diese beiden Agi-Welten laufen ja schon eine Weile parallel - allerdings werden gerade in diesem Jahr auch in den sogenannten "Feld-Wald-und-Wiesen-Turnieren" immer mehr Parcours von den "jungen" Leistungsrichtern gestellt, die aus ihrer Geschichte heraus eher der Hallen-Leistungsklasse" zugehören.
Die Landesmeisterschaft des HSVRM verlangt 2019 erstmal Qualis, die an die der Deutschen Meisterschaft erinnern.
Ist das das Ende des "Breiten-Agility"? Welche quali-suchenden Starter melden nächstes Jahr noch Outdoor-Turniere? Gleicher Leistungsanspruch im Parcours bei ganz anderen Bodenbedingungen? Und was mit den Startern aus dem "Hausfrauen-Agility"?
Ich bin schon gespannt, wo es mit "meinem" Agility hingehen wird ...
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